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Ressourcenmangel im Gymnasium ...

„In der Sekundarstufe I liegen die Ausgaben für die NMS (12.400 Euro) deutlich über den AHS (8.200 Euro) und auch etwas über den auslaufenden HS (11.300 Euro).“
BMBWF (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2018. Band 1“ (2019), S. 50

Gymnasium mit Abstand am billigsten ...

„Abgesehen von den Sonderschulen, deren Pro-Kopf-Ausgaben durch die intensive Betreuung bei über 32.000 Euro liegen, betragen die Ausgaben in Schulen der Sekundarstufe I zwischen 8.200 Euro in der AHS-Unterstufe und 12.400 Euro an NMS. Die durchschnittlichen Kosten der HS liegen bei rund 11.300 Euro. Somit liegen die Kosten der AHS-U um knapp 3000 Euro unter den Kosten der HS und beinahe 4.200 Euro unter den Kosten NMS. Auf vier Schuljahre aufgerechnet ergibt das eine Differenz pro Schüler/in von rund 12.000 Euro (HS) bzw. 16.800 Euro (NMS).“
BMBWF (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2018. Band 1“ (2019), S. 54-56

Die durchschnittliche Klassengröße ist in NMS deutlich kleiner als in der AHS-Unterstufe ...

„Die durchschnittliche Klassengröße ist in NMS (19,7) deutlich kleiner als in der AHS-Unterstufe (24,2). Auch das Schüler-Lehrkräfte-Verhältnis stellt sich in der HS/NMS (8,0) deutlich günstiger dar als in der AHS-Unterstufe (11,2).“
BMBWF (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2018. Band 1“ (2019), S. 96

Die Klassen in der AHS Unterstufe sind deutlich größer ...

„In der Volksschule saßen 2017/18 fast alle Schülerinnen und Schüler (99,0%) in Klassen mit maximal 25 Kindern. In der Neuen Mittelschule/Hauptschule beträgt dieser Anteil 97,3%. Die Klassen in der AHS Unterstufe (inkl. Modellversuch Neue Mittelschule an Standorten der AHS-Unterstufe) sind deutlich größer: Nur etwa sechs von zehn Kindern (58,0%) werden in Klassen unterrichtet, die unter dem Richtwert von 25 Kindern liegen.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2017/18. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2019), S. 82

Die Folgen der jahrelangen Diskriminierung der AHS ...

„In der AHS-Unterstufe (inkl. Modellversuch Neue Mittelschule an Standorten der AHS-Unterstufe) saßen im Schuljahr 2017/18 42,0% der Kinder in Klassen mit mehr als 25 Kindern, in der Neuen Mittelschule/Hauptschule waren es hingegen weniger als 3% der Kinder.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2017/18. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2019), S. 82

Übertritt in die Oberstufe ...

„Etwas mehr als die Hälfte der Kinder, die 2013/14 in die AHS-Oberstufe oder eine BHS einstiegen, kamen aus der AHS-Unterstufe; von ihnen stiegen im Folgejahr 89,2 % in die nächste Klasse der höheren Schule auf. Ein Achtel der Kinder kam aus Neuen Mittelschulen und 68,9 % von ihnen stiegen in die nächste Klasse auf.“

Statistik Austria (Hrsg.), „Österreichischer Zahlenspiegel, Mai 2016“ (2016), S. 2

 

Übertritt in höhere Schulen ...

„Rund drei Viertel der Schülerinnen und Schüler, die von Hauptschulen in höhere Schulen übergetreten waren, stiegen im nächsten Jahr in die darauffolgende Klasse auf, bei NMS gelang dies jedoch nur 7 von 10 Schülerinnen und Schülern.“

Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2014-15, Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2016), S. 122

 

NMS im Vergleich zur HS in der Tendenz leichte Defizite ...

„Bei annähernd gleicher sozialer Zusammensetzung verzeichnet die NMS im Vergleich zur HS in der Tendenz leichte Defizite in den Mathematik- und Lesekompetenzen in Englisch.“

Mag. Heinz Leitgöb u. a., „Leistungsvergleich der Neuen Mittelschule mit der AHS-Unterstufe und der Hauptschule“ in Eder u. a., „Evaluation der Neuen Mittelschule (NMS). Befunde aus den Anfangskohorten.“ (2015), S. 277

 

Schüler/innen mit einem geringeren Sozialstatus häufig am unteren Ende der Leistungsverteilung ...

NMS: „Schüler/innen mit einem geringeren Sozialstatus befinden sich am Ende der 8. Schulstufe häufiger am unteren Ende der Leistungsverteilung als Klassenkolleg/innen, die zwar die gleichen (fachlichen und/oder kognitiven) Eingangsleistungen aufweisen, jedoch aus Familien mit einem höheren Status kommen.“

Mag. Christoph Weber u. a., „Förderung von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen sozialen und gesellschaftlichen Hintergründen“ in Eder u. a., „Evaluation der Neuen Mittelschule (NMS). Befunde aus den Anfangskohorten.“ (2015), S. 373

 

Partielle Überforderung von Leistungsschwächeren ...

NMS: „Als unerwünschte Effekte erweisen sich partielle Überforderung von Leistungsschwächeren sowie partielle Unterforderung von Leistungsstärkeren – mit einer Tendenz zur Nivellierung des Anforderungsniveaus und der Leistungsbeurteilungskriterien nach unten.“

Univ.-Prof. Dr. Herbert Altrichter u. a., „Akteure und ihre Einschätzungen: Die Neue Mittelschule in der Wahrnehmung der Schulpartner und der Öffentlichkeit“ in Eder u. a., „Evaluation der Neuen Mittelschule (NMS). Befunde aus den Anfangskohorten.“ (2015), S. 436

 

Leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler berichten von mehr Überforderung ...

NMS: „Leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler berichten von mehr Überforderung und mehr Frustration durch den Unterricht, sind häufiger Täter und/oder Opfer von Gewalt und zeigen mehr abweichendes Verhalten. Ihr Schulinvolvement ist deutlich geringer und sie fühlen sich in der Schule weniger wohl.“

Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Eder u. a., „Executive Summary“ in Eder u. a., „Evaluation der Neuen Mittelschule (NMS). Befunde aus den Anfangskohorten.“ (2015), S. 458

 

Keine relative Verbesserung der Situation der leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler ...

„In der NMS zeigt sich im Modellvergleich keine relative Verbesserung der Situation der leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler gegenüber der Situation vor Einführung der NMS.“

Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Eder u. a., „Executive Summary“ in Eder u. a., „Evaluation der Neuen Mittelschule (NMS). Befunde aus den Anfangskohorten.“ (2015), S. 458

 

Die Unterschiede im Erleben der Schule zwischen den Leistungsstärkeren und den Leitungsschwächeren ...

„Die Unterschiede im Erleben der Schule zwischen den Leistungsstärkeren und den Leitungsschwächeren sind in der NMS durchgehend etwas größer als in der Hauptschule.“

Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Eder u. a., „Executive Summary“ in Eder u. a., „Evaluation der Neuen Mittelschule (NMS). Befunde aus den Anfangskohorten.“ (2015), S. 458

 

Zweifel am Niveau der NMS ...

„Insgesamt gibt es keine belastbaren Hinweise, dass das Niveau der NMS im Durchschnitt über jenem vergleichbarer Hauptschulen liegt. Vielmehr bestehen Zweifel, ob dieses an allen Standorten tatsächlich erreicht wird.“

Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Eder u. a., „Executive Summary“ in Eder u. a., „Evaluation der Neuen Mittelschule (NMS). Befunde aus den Anfangskohorten.“ (2015), S. 462

 

Teamteaching und die ‚neue Lernkultur‘ ...

NMS: „Zunächst ist zu konstatieren, dass die neuen Merkmale der Unterrichtsorganisation, insbesondere Teamteaching und die ‚neue Lernkultur‘, die sich v. a. durch Individualisierung und schülerorientierte Förderung ausdrücken soll, zwar in manchen Aspekten von den Schüler/inne/n wahrgenommen werden, sich aber […] nur bedingt positiv in den Schülerleistungen niederschlagen.“

Mag. Dr. Christoph Helm u. a., „Effekte der NMS-Konzeptmerkmale auf die fachlichen Schülerleistungen“ in Eder u. a., „Evaluation der Neuen Mittelschule (NMS). Befunde aus den Anfangskohorten.“ (2015), S. 298

 

SchülerInnen äußern eher kritische Einstellung gegenüber Teamteaching ...

NMS: „In einem Fragebogen von Gebetsberger-Hartleitner äußern SchülerInnen eine eher kritische Einstellung gegenüber Teamteaching: 52 % meinen, dass Unterricht mit zwei Lehrpersonen nicht besser als nur mit einer wäre; nur 19 % sehen Teamteaching uneingeschränkt positiv.“

Univ.-Prof. Dr. Herbert Altrichter u. a., „Akteure und ihre Einschätzungen: Die Neue Mittelschule in der Wahrnehmung der Schulpartner und der Öffentlichkeit“ in Eder u. a., „Evaluation der Neuen Mittelschule (NMS). Befunde aus den Anfangskohorten.“ (2015), S. 408

 

New school system did not improve the levels of achievement of disadvantaged groups ...

NMS: „Whilst the school environment has improved overall, the level of educational achievement was not better than in the Hauptschule, the type of school being replaced. In particular, the new school system did not improve the levels of achievement of disadvantaged groups, which had been one of the main objectives.“

EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2015 - Country analysis“ (2015), S. 8